Deutsches Tanzsportabzeichen - Zehnmal Bronze, zwölfmal Gold

Fünf Paare sind am 20. Oktober angetanzt, um ihr sportliches Können überprüfen zu lassen. Am Ende gab es das Deutsche Tanzsportabzeichen zehnmal in Bronze. Bei der guten Stimmung in der Community – einschließlich der beiden „Offiziellen“ – klopften aber zwölf Herzen aus Gold im Dreivierteltakt.

Sonntag, 20. Oktober. Noch einmal taucht der Herbst die Sonnenstraße in goldenes Licht. Doch die fünf Damen und fünf Herren, die an diesem Nachmittag die Treppe zum GSC hochstapfen, strahlen – wenn überhaupt – nur verhalten. Sie wollen es heute wissen und tanzen an, um ihr sportliches Können erstmals fachkundig überprüfen zu lassen. Andreas Zimmer, seit August mit der Lizenz dazu, wird das Deutsche Tanzportabzeichen in Bronze abnehmen.

Erst einmal nimmt er aber den Druck raus. Gelassen begrüßt Zimmer die angespannten Aspiranten und gibt ihnen Zeit zum Eintanzen. Die meisten kennen sich bereits aus dem Vorbereitungskurs eine Woche zuvor. Vom Alter her bilden sie von Lutz Thormann und Alina Schuberth, den Grandsegnieurs des GSC, ein weites Feld bis zu den Frischlingen Klaus Wirgler und Katharina Grabmann, erst seit einem Jahr im Verein. Irgendwo dazwischen bewegen sich Jürgen Haux und Christiane Pütter-Haux, Michael Höreth und Rahel Alice Pfaffenzeller sowie Karl und Alexandra Zeller.

Weniger heterogen ist die Tanzauswahl der Paare. Alle fünfe haben sich für den Langsamen Walzer entschieden. Außerdem stehen dreimal Tango, zweimal Wiener Walzer, zweimal Rumba, zweimal Quickstep und ein Cha Cha auf dem Programm. Die Dominanz des Waltz überrascht den Prüfer nicht: „Dieser Tanz wird eben viel unterrichtet, weil er eine gute Grundlage für die anderen Standardtänze bildet“, erklärt Zimmer. GSC-Veranstaltungsleiter Markus Bauer am Mischpult sorgt dafür, dass jedes Paar einen „eigenen“ Waltz bekommt. Kein Song wiederholt sich.

Dafür wiederholt sich etwas anderes: Zehnmal kann Zimmer sein „Glückwunsch!“ schmettern. Jedes Mal fiebern die anderen Paare mit, sehen aufmerksam zu, applaudieren. Beim abschließenden Gruppenfoto ist die Stimmung gelöst, alle präsentieren stolz ihre Urkunden.

Diese allerdings sind provisorisch. „Ich wollte abwarten, ob nicht noch kurzfristig jemand absagt, das kann ja immer mal passieren“, erklärt Breitensportvertreterin Rahel. Nachdem sich nun alle ihr Abzeichen ertanzt haben, bestellt sie die endgültigen Unterlagen beim Landestanzsportverein Bayern. Dann gibt es auch die Anstecknadeln dazu.

Vorerst aber sitzt die bronzierte Bande inklusive den beiden „Offiziellen“ noch in lockerer Runde zusammen. Man greift zu den mitgebrachten Muffins und Saftschorlen. In den Köpfen greift mancher bereits nach Silber. „Andreas, wer von uns würde das schaffen?“, fragt jemand. „Im Prinzip alle!“, so der Prüfer spontan. Schnell ist man sich einig: Alle würden wieder antreten. Und jetzt strahlen auch alle wie die Sonne draußen.