17. Dezember 2017
Von: Text: Christiane Pütter-Haux, Fotos: Jürgen Haux

GSC-Weihnachtsfeier 2017

Draußen tanzen die Schneeflocken, drinnen rockt das GSC. Eindrücke von der Vereins-Weihnachtsfeier am 16. Dezember.


Slowfox für Santa

Ugg-Boots an den Füßen, die Haare von der Mütze zerzaust, eingemummelt wie die berühmten Eskimos aus dem „Christmas-Song“ – das können doch keine Tänzer sein, die da am 16. Dezember über die Sonnenstraße stapfen…? Sind sie aber. An diesem Samstagabend steigt die GSC-Weihnachtsfeier. Passenderweise hat es gerade an diesem Tag wieder geschneit.

Die Kälte vergeht, sobald die Gäste ab 19 Uhr das Clubheim betreten und das Büffet sehen. Wie schon im Vorjahr steuert das GSC Glühwein und Würschtln bei. Und auch die Mitglieder haben sich nicht lumpen lassen: Artischockenherzen, Couscous-Salat, Thunfisch-Tramezzini... „Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll“, raunt ein junger Mann seiner Partnerin zu. Eines aber ist klar: Würde heute Abend ein Torten-Turnier veranstaltet, der erste Preis ginge an Zuckerbäckerin Monika und ihren Apfelrosen-Christmas-Cake. Frei nach dem Motto „Wir tun etwas für die stabile Mitte“.

Ein Conferencier mit Charme und Schnupfen

Doch dies ist schließlich ein Tanzsportverein und so konkurrieren die Party-Gäste um einen anderen Titel, den des Assistenten von Santa Claus nämlich. Ein etwas profanerer Namensvetter, GSC-Veranstaltungsleiter Claus Brauner, führt mit gewohntem Charme – und leider auch mit hörbarem Schnupfen – durch den Abend. Sein unheilig Lächeln lässt vermuten, dass die Kandidatinnen und Kandidaten einen Tanz auf dem Vulkan vor sich haben. „Wir suchen hier ‚the Voice of GSC‘“, krächzt er.

Tanzen fördert bekanntlich die Intelligenz, und so müssen die Damen und Herren in der ersten Runde des Auswahlverfahrens beweisen, dass sie zählen können. Music-Master Tom Sabolic dreht auf, und bei jedem plötzlichen Stopp müssen sich die Tänzer zu spontanen Gruppen von sieben, vier oder einer anderen Anzahl an Mitgliedern zusammenfinden. Wer übrig bleibt, nimmt wieder im Publikum Platz. Eine Art „Reise nach Jerusalem“ im Quickstep, sozusagen.

Die siegreichen Sechs im Nikolaus-Casting

Am Ende bleiben jeweils drei Damen und drei Herren als Sieger auf dem Parkett. Die siegreichen Sechs kommen ins Nikolaus-Casting. Gecoacht von den Tanz-Trainern des GSC treten sie in den Disziplinen Gesang und Catwalk gegeneinander an. Doch Moment – warum sind es plötzlich vier Damen? Die kleinste Kandidatin Beatrice, eine Vertreterin der Klasse S (für Söckchen), hat sich Unterstützung von ihrer „großen“ Schwester Victoria geholt. Gemeinsam sind die beiden Mädchen etwa halb so groß wie Konkurrent Thomas aus dem Herren-Terzett, also lässt Claus Brauner sie als eine Dame gelten.

Dann geht es los mit dem Kampf um die Gunst des Publikums: eine rockige Luftgitarren-Nummer von „O Tannenbaum“ kontrastiert mit einer eleganten Catwalk-Nummer vor der festlichen Deko.

Lebenslang Glühwein auf allen GSC-Weihnachtsfeiern!

Das anschließende Applausometer machen sich die Wertungsrichter, alle versammelten Gäste, nicht leicht. Durchsetzen können sich am Ende – Thomas und Victoria/Beatrice. „Das sind die kleinsten und größten Nikolaus-Assistenten aller Zeiten“, stellt Claus Brauner fest. Und verkündet auch gleich ihren Preis: „Lebenslang kostenlos Glühwein auf allen GSC-Weihnachtsfeiern!“ Applaus und Gelächter im Saal.

Schließlich schreiten die frisch gekürten Heiligen-Helferlein zur Tat. Strahlend stehen sie Santa bei der Verteilung der Wichtelgeschenke zur Seite. Die Hauptrolle übernimmt kurzfristig Sigi Fischer. Für den Informatiker ein Leichtes: Jedes GSC-Mitglied bekommt entweder Null oder Eins Geschenke.

Damit endet gegen 23Uhr der offizielle Teil der Weihnachtsfeier. Gut gelaunt sitzen Gewinner und Gäste vor ihren Präsenten. Jemand kaut noch an einem Würschtl. Noch ein Schluck Glühwein, noch einen Lebkuchen. Tom an der Musik legt einen Slowfox auf und es sind vor allem die jungen Gäste, die zu später Stunde über das Parkett schweben. Und draußen tanzen die Schneeflocken...

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